Allgemein

Der große Rollrasen-Ratgeber: Die 12 wichtigsten Fragen zu Kauf, Vorbereitung und Pflege

Wann Rollrasen verlegen? Was kostet er & wie lange wässern? In unserem Ratgeber beantworten wir alle 12 Kernfragen zu Vorbereitung & Pflege.

Rollrasen verlegen

Der große Rollrasen-Ratgeber: Die 12 wichtigsten Fragen zu Kauf, Vorbereitung und Pflege

Ein satter, dichter und unkrautfreier Rasen ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers. Während das Säen von normalem Rasensamen oft Monate voller Geduld, Zittern und ständigem Unkrautjäten erfordert, bietet Rollrasen die perfekte Abkürzung: Verlegen, anwässern und sofort das grüne Ergebnis genießen. Damit das Projekt „Sofort-Rasen“ jedoch dauerhaft ein voller Erfolg wird und die feinen Graswurzeln perfekt anwachsen, müssen beim Zeitpunkt, der Bodenvorbereitung und der anschließenden Pflege einige wichtige Regeln beachtet werden. In diesem Ratgeber beantworten wir die häufigsten Fragen rund um den perfekten Fertigrasen.

In welchem Monat sollte man Rollrasen verlegen?

Die ideale Zeit, um Rollrasen zu verlegen, liegt im Frühjahr (März bis Mai) sowie im Frühherbst (September bis Oktober). In diesen Monaten herrschen milde Temperaturen und der Boden bringt eine natürliche Grundfeuchtigkeit mit. Das sind die absoluten Wohlfühlbedingungen für die Gräser, um schnell neue Wurzeln in den Untergrund zu treiben.

Kann man im Oktober oder Ende Oktober noch Rasen verlegen?

Ja, absolut. Der Oktober ist sogar ein hervorragender Monat für den Rollrasenbau. Der Boden ist vom Sommer noch angenehm aufgewärmt, während die Sonne nicht mehr so stark brennt, dass der Rasen sofort austrocknet. Auch Ende Oktober lässt sich Rollrasen in den allermeisten Fällen noch problemlos verlegen, solange kein plötzlicher, langanhaltender Bodenfrost oder extremer Starkregen den Boden unbewirtschaftbar macht.

Kann ich im Winter Rasen verlegen?

Theoretisch ist die Verlegung im Winter an frostfreien Tagen zwar möglich, da der Rasen im kalten Zustand ruht. In der Praxis raten wir jedoch dringend davon ab. Ist der Boden gefroren, können die Soden in den Rasenschulen nicht geerntet werden. Zudem können die Wurzeln bei anhaltender Kälte nicht mit dem Mutterboden verwachsen, was das Risiko für Frostschäden massiv erhöht.

Was kostet 100 m² Rollrasen und wie viel Mutterboden muss darunter?

Die reinen Materialkosten für 100 m² Qualitäts-Rollrasen (z. B. robuster Spiel- und Sportrasen) liegen meist zwischen 300 und 700 Euro (ca. 3 bis 7 Euro pro Quadratmeter), je nach Abnahmemenge und Rasentyp. Als Fundament benötigt der Rollrasen eine gut durchwurzelbare, nährstoffreiche Schicht von mindestens 10 bis 15 Zentimetern Mutterboden (Oberboden). Ist der bestehende Boden zu lehmig, steinig oder durch Baumaschinen stark verdichtet, sollte er vorab tief aufgearbeitet oder durch frischen, gesiebten Mutterboden ersetzt werden.

Was muss man tun, bevor man Rollrasen verlegt?

1. Altrasen und Unkraut entfernen: Die alte Grasnarbe muss sauber abgeschält oder tief untergefräst werden.

2. Boden auflockern: Den Boden ca. 10 bis 15 cm tief umgraben oder mit einer Motorhacke/Gartenfräse bearbeiten.

3. Planum erstellen: Steine, Wurzeln und grobe Klumpen herausharken. Den Boden mit einer schweren Walze verdichten und absolut eben ziehen.

4. Starterdünger ausbringen: Ein spezieller phosphatreicher Dünger direkt vor dem Verlegen regt das Wurzelwachstum extrem an.

Wie lange darf man nicht auf Rollrasen laufen und warum darf man ihn nicht betreten?

Nach dem Verlegen sollte der Rollrasen für mindestens 10 bis 14 Tage absolut nicht betreten werden. Der Grund dafür ist einfach: Der Fertigrasen hat im neuen Garten zunächst keinerlei feste Verbindung zum Untergrund. Wenn Sie den nassen Rasen jetzt betreten, hinterlassen Ihre Fußtritte tiefe, bleibende Dellen im aufgeweichten Unterboden. Zudem können die feinen, gerade erst heraustreibenden Haarwurzeln durch die Bewegung der Soden sofort wieder abreißen und das Anwachsen verhindern.

Wie lange soll man Rollrasen täglich wässern?

In den ersten zwei Wochen darf der Rollrasen niemals austrocknen. Er muss durchgehend feucht gehalten werden – wie ein nasser Schwamm. Je nach Witterung bedeutet das: Wässern Sie den Rasen 2- bis 3-mal täglich für jeweils etwa 15 bis 30 Minuten, sodass die Sode und die oberen 5 Zentimeter des Mutterbodens komplett durchfeuchtet sind (ca. 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter am Tag).

Wie tief soll man Rasen im Oktober mähen?

Der erste Schnitt des neuen Rollrasens erfolgt meist nach ca. 10 bis 12 Tagen bei einer Halmhöhe von ca. 7 bis 10 Zentimetern. Generell gilt für den Herbst und speziell den Oktober: Mähen Sie den Rasen nicht zu kurz! Eine Schnitthöhe von 4 bis 5 Zentimetern ist ideal. Bleiben die Halme im Herbst einen Tick länger, können sie das spärlichere Sonnenlicht besser für die Fotosynthese nutzen, was den Rasen widerstandsfähiger gegen den nahenden Winter und Frost macht.

Ihr Traumrasen zum garantierten Festpreis

Planen Sie jetzt Ihre grüne Oase im Garten. Wir übernehmen von der professionellen Bodenvorbereitung bis zur finalen Verlegung alle Arbeitsschritte für Sie – schnell, sauber und fachgerecht.

Jetzt unverbindlich anfragen
← Zurück zur Blog-Übersicht