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GaLaBau & Kleingewerbe: Die 18 häufigsten Fragen beantwortet

Was ist GaLaBau, was darf ein Galabauer machen und wie funktioniert das Kleingewerbe? 18 Fragen — direkt und ehrlich beantwortet.

Greenwork GaLaBau Vechta — Fachbetrieb für Garten- und Landschaftsbau im Oldenburger Münsterland

GaLaBau ist mehr als Rasenmähen — und Kleingewerbe ist komplizierter als viele denken. Wir beantworten die 18 häufigsten Fragen zu Garten- und Landschaftsbau und selbstständiger Arbeit in diesem Bereich — direkt, ohne Fachchinesisch.

Was versteht man unter GaLaBau?

GaLaBau ist die Abkürzung für Garten- und Landschaftsbau. Der Begriff bezeichnet einen Berufs- und Wirtschaftszweig, der sich mit der Anlage, Gestaltung und Pflege von Außenanlagen, Grünflächen und Freiflächen beschäftigt. Dazu gehören private Gärten genauso wie gewerbliche Außenanlagen, Firmengelände, Parks, Sportplätze und öffentliche Grünflächen. GaLaBau-Betriebe übernehmen alles von der Erstplanung über den Tiefbau und die Bepflanzung bis zur laufenden Pflege auf Vertragsbasis.

Was kostet GaLaBau pro Stunde?

In Niedersachsen liegen die Stundensätze für GaLaBau-Betriebe zwischen 45 und 85 Euro netto. Einfache Pflegearbeiten wie Rasenmähen oder Heckenschnitt sind günstiger, spezialisierte Arbeiten wie Pflasterbau, Drainage oder Baumfällung teurer. Hinzu kommen Materialkosten und bei größeren Projekten Maschinenkosten. Ein seriöser Betrieb gibt Ihnen vor Beginn immer ein schriftliches Angebot — kein offener Stundensatz, kein Nachverhandeln hinterher.

Wie viel verdient ein Galabauer?

Als angestellter Facharbeiter im GaLaBau liegt das Gehalt in Niedersachsen je nach Berufserfahrung und Tarifgruppe zwischen 2.200 und 3.200 Euro brutto pro Monat. Mit Meistertitel und Führungsverantwortung sind 3.500 bis 4.500 Euro brutto möglich. Selbstständige GaLaBau-Betriebe verdienen je nach Betriebsgröße, Auftragslage und Kostenstruktur sehr unterschiedlich — ein gut geführter Kleinbetrieb mit Pflegeverträgen kann deutlich mehr erwirtschaften als ein Angestellter.

Wer darf sich GaLaBau nennen?

Den Begriff GaLaBau darf grundsätzlich jeder verwenden — er ist keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Wer jedoch handwerkliche GaLaBau-Leistungen gewerblich anbietet, braucht je nach Leistungsumfang eine Eintragung in die Handwerksrolle. Für zulassungspflichtige Gewerke wie den Garten- und Landschaftsbau ist ein Meistertitel oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich. Betriebe ohne entsprechende Qualifikation dürfen keine zulassungspflichtigen Handwerksleistungen erbringen.

Ist GaLaBau ein Ausbildungsberuf?

Ja — Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf in Deutschland. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst praktische Arbeit im Betrieb sowie theoretischen Unterricht in der Berufsschule. Ausgebildet werden unter anderem Pflanzenkenntnisse, Tiefbau, Pflasterarbeiten, Bepflanzung, Maschinenführung und Kundenbetreuung. Mit abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung ist der Aufstieg zum Meister möglich.

Wie viel darf ich verdienen, ohne ein Kleingewerbe anzumelden?

Eine gewerbliche Tätigkeit muss grundsätzlich beim Gewerbeamt angemeldet werden — unabhängig vom Umsatz. Es gibt keine gesetzliche Freigrenze die eine Gewerbeanmeldung ersetzt. Was es gibt: die Kleinunternehmerregelung im Steuerrecht, die bei Umsätzen unter 22.000 Euro im Vorjahr (ab 2025: 25.000 Euro) von der Umsatzsteuer befreit. Das bedeutet aber nicht, dass kein Gewerbe angemeldet werden muss — nur dass keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird.

Wann prüft das Finanzamt Kleinunternehmer?

Das Finanzamt prüft Kleinunternehmer in der Regel nach Abgabe der ersten Steuererklärung. Wer ein Gewerbe anmeldet, bekommt vom Finanzamt automatisch einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zugeschickt. Danach wird eine Steuernummer vergeben. Regelmäßige Betriebsprüfungen bei Kleinunternehmern sind selten, können aber stattfinden — vor allem wenn Umsätze stark schwanken, Verluste dauerhaft anfallen oder Unregelmäßigkeiten auffallen.

Wie viel Geld kann man verdienen, ohne es angeben zu müssen?

Grundsätzlich müssen alle Einkünfte in Deutschland dem Finanzamt gegenüber angegeben werden. Es gibt jedoch einen steuerlichen Grundfreibetrag — 2024 liegt er bei 11.604 Euro pro Jahr für Ledige. Bis zu dieser Grenze fällt keine Einkommensteuer an. Das bedeutet aber nicht, dass keine Steuererklärung abgegeben werden muss — das hängt von der Art der Einkünfte ab. Wer selbstständig tätig ist, ist in der Regel zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

Wie viel kostet ein Kleingewerbe pro Monat?

Die Gewerbeanmeldung selbst kostet einmalig zwischen 15 und 65 Euro je nach Gemeinde. Laufende Kosten entstehen durch die Gewerbesteuer — die aber erst ab einem Gewinn von 24.500 Euro pro Jahr anfällt. Hinzu kommen je nach Tätigkeit Berufsgenossenschaftsbeiträge, Krankenversicherung als Selbstständiger und eventuell Buchführungskosten. Wer am Anfang steht und wenig verdient, hat also vergleichsweise geringe monatliche Fixkosten durch das Gewerbe selbst.

Wie viel muss ich als Selbstständiger verdienen, um 3.000 € netto zu haben?

Das hängt von Steuerklasse, Krankenversicherung und Betriebsausgaben ab. Als grobe Faustregel: Um 3.000 Euro netto zu haben, brauchen Selbstständige in Deutschland einen Gewinn von etwa 4.500 bis 5.500 Euro pro Monat — je nach individuellem Steuersatz und Krankenversicherungsbeitrag. Anders als Angestellte zahlen Selbstständige beide Hälften der Kranken- und Pflegeversicherung selbst, was die Abgabenlast erhöht. Eine genaue Berechnung sollte ein Steuerberater übernehmen.

Habe ich Nachteile, wenn ich ein Kleingewerbe anmelde?

Die Kleinunternehmerregelung hat einen zentralen Nachteil: Wer keine Umsatzsteuer ausweist, kann auch keine Vorsteuer aus Einkäufen zurückfordern. Bei hohen Betriebsausgaben — etwa für Maschinen, Fahrzeuge oder Material — kann das teuer werden. Außerdem wirkt ein Kleinunternehmer gegenüber Geschäftskunden manchmal weniger professionell, da auf der Rechnung keine Umsatzsteuer ausgewiesen ist. Für Privatkundenbetriebe mit geringen Investitionen ist die Regelung aber oft vorteilhaft.

Wie viel Steuern zahlt man auf ein Kleingewerbe?

Kleingewerbetreibende zahlen Einkommensteuer auf ihren Gewinn — also Einnahmen minus Ausgaben. Der Steuersatz ist progressiv und beginnt oberhalb des Grundfreibetrags (11.604 Euro in 2024). Gewerbesteuer fällt erst ab einem Gewinn von 24.500 Euro an. Umsatzsteuer entfällt bei der Kleinunternehmerregelung. Wer wenig verdient, zahlt also wenig bis gar keine Steuern — wer gut verdient, nähert sich dem normalen Steuersatz für Selbstständige an.

Bis wann ist Kleingewerbe steuerfrei?

Vollständig steuerfrei ist kein Gewerbe — aber bis zum Grundfreibetrag von 11.604 Euro Jahresgewinn fällt keine Einkommensteuer an. Umsatzsteuerfrei ist man als Kleinunternehmer solange der Umsatz im Vorjahr unter 22.000 Euro lag (ab 2025: 25.000 Euro). Gewerbesteuerfrei ist man bis zu einem Gewinn von 24.500 Euro. Wer alle drei Grenzen unterschreitet, zahlt praktisch keine direkten Steuern auf sein Kleingewerbe — muss es aber trotzdem anmelden und eine Steuererklärung abgeben.

Wie viel Steuern bei 4.000 Euro brutto selbstständig?

Bei 4.000 Euro Gewinn pro Monat — also 48.000 Euro im Jahr — liegt der Einkommensteuersatz für Ledige ohne Kinder in Deutschland bei etwa 25 bis 30 Prozent auf den Betrag oberhalb des Grundfreibetrags. Hinzu kommen Kranken- und Pflegeversicherung als Selbstständiger (etwa 800 bis 1.000 Euro pro Monat) sowie Gewerbesteuer. Netto bleiben bei diesem Einkommen grob geschätzt 2.500 bis 2.900 Euro übrig — je nach Betriebsausgaben und individuellen Abzügen.

Wann meldet sich das Finanzamt beim Kleingewerbe?

Nach der Gewerbeanmeldung leitet das Gewerbeamt die Daten automatisch ans Finanzamt weiter. Das Finanzamt schickt dann einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung — in der Regel innerhalb weniger Wochen. Danach erhalten Sie eine Steuernummer. Die erste Steuererklärung muss in der Regel bis zum 31. Juli des Folgejahres eingereicht werden. Wer einen Steuerberater hat, bekommt in der Regel eine Fristverlängerung bis Ende Februar des übernächsten Jahres.

Was sind die 5 goldenen Regeln der Gartengestaltung?

Erst planen, dann pflanzen — eine durchdachte Planung spart langfristig Geld und Nerven
Standortgerechte Pflanzen wählen — was zum Boden, Licht und Klima passt, braucht weniger Pflege
Weniger ist mehr — ein klares Konzept wirkt besser als viele verschiedene Elemente durcheinander
Pflege von Anfang an mitdenken — ein schöner Garten braucht Zeit oder einen verlässlichen Pflegevertrag
Qualität vor Preis — günstige Materialien und Pflanzen rächen sich nach zwei bis drei Saisons

Was darf ich als Galabauer machen?

Ein ausgebildeter und eingetragener GaLaBau-Betrieb darf Außenanlagen planen, anlegen und pflegen. Dazu gehören: Pflanzarbeiten, Rasenpflege, Heckenschnitt, Bepflanzung, Pflasterarbeiten, Wegebau, Zaunbau, Geländemodellierung, Drainage und Entwässerung sowie Winterdienst. Was GaLaBau-Betriebe in der Regel nicht dürfen: Hochbauarbeiten wie Mauern aus Beton gießen, Elektroanschlüsse verlegen oder Wasseranschlüsse setzen — das sind andere Gewerke mit eigenen Zulassungspflichten.

Was bedeutet das Wort Gala?

Im Kontext GaLaBau steht "Gala" für Garten- und Landschaftsbau — es ist eine Abkürzung, keine eigenständige Bedeutung. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet Gala eine festliche Veranstaltung oder ein besonderes Ereignis, abgeleitet vom französischen und italienischen "gala" für Freude oder Pracht. Im Handwerk hat sich GaLaBau als eingeführte Abkürzung für den gesamten Berufsstand etabliert und wird in Fachverbänden, Ausbildungsberufen und der Branchenkommunikation verwendet.

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